Chronik TuS Dahlbruch

Auszug aus der Chronik des Turn- und Sportvereins Dahlbruch
(Festbuch 100 Jahre TuS Dahlbruch)

1889 (2.Juli)
1889 Wahl des ersten Vorstandes
1889 Tambour-Korps
1890 erste Gau Veranstaltung in Dahlbruch
1891 der erste Turnwart
1894 sein erstes Schauturnen
1889 - 1910 wie kommen wir zu einer Turnhalle?
1909 Turnhallenbau beantragt
1909 Beschluss zum Bau einer eigenen Turnhalle
1909 Gemeinde beschließt Turnhallenbau
1910 Einweihung der neuen Turnhalle
1910 Aufstellung einer Damenriege
1913 Fahnenweihe
1913 Gründung der Faustballabteilung
1914 25-jähriges Jubiläum
1914 (14. und 15.6) Bezirksturnfest in Dahlbruch
1914- 1918 der 1. Weltkrieg
1919 Ernst Schlag 2. Bezirksvertreter
1923 Robert Gerhard erster Wettkämpfer bei einem Deutschen Turnfest
1923 Faustballer werden Bezirksmeister
1924 Neue Uniformen für den Spielmannszug
1924 Wiederaufnahme des Frauenturnens, der Verein hat 185 Mitglieder
1925 Erste Siegerinnen im Frauenturnen
1930 Erich Scharffenberg Gauschwimmwart
1933 Der Vorstand tritt geschlossen zurück
1939 (11.Juni) 50 Jahre TV Dahlbruch
1943 Drei Dahlbrucher Faustballmannschaften werden Kreismeister
1944 Die Faustballjugendmannschaft wird Gebietsmeister von Westfalen
1945 Der Turnbetrieb ruht
1945 Neugründung des Turn- und Sportvereins Dahlbruch
1949 (9. und 10.7). 60-jähriges Jubiläum
1949 Glückwünsche der Ortsvereine zum 60-jährigen Vereinsjubiläum
1951 (2.und 3. Juni) Tambourwettstreit in Dahlbruch
1951 (9. und 10.Juni) 700 Teilnehmer bei dem Bezirksturnfest in Dahlbruch
1955 Eintragung ins Vereinsregister
1956 Die Faustballer werden Südwestfalenmeister
1958 (3. Mai) Einweihung der neuen Turnhalle
1958 (5.Mai) Bericht der Siegener Zeitung zur Einweihung der Turnhalle
1959 70-jähriges Vereinsjubiläum
1961 (23. und 24.Juni) Bezirksturnfest in Dahlbruch
1963 Männliche Jugend Faustball-Westfalenmeister
1963 Kunstturnvergleichswettkampf Westfalen-Hessen
1964 75 Jahre TuS Dahlbruch

1964 Trampolinturner 1. Sieger beim Landesturnfest
1966 Gauturnfest in Dahlbruch
1967 Faustballturnier
1968 Deutsches Turnfest in Berlin
1969 A. Bobisch Westfalenmeisterin
1969 Männl. Faustball-Jugend Deutscher Meister
1970 M. Fielenbach Westf. Hallenmeisterin über 800 Meter
1971 Trampolin Vergleichs Wettkampf
1973 Einweihung Faustball Rasenfelder
1975 Ausrichtung Deutsche Jugend Faustball-Hallenmeisterschaften
1976 Deutscher Jugendmeistertitel im Faustball
1976 Bundesligaaufstieg imFaustball
1977 Deutscher Faustball Hallenmeister der Jugend
1976 - 1977 Spielmannszug u. Leichtathletikabteilung aufgelöst
1978 Neuer Vorstand
1978 Faustballschülerinnen werden Deutscher Vizemeister
1979 90 Jahre TuS Dahlbruch
1979 weibl. Jugend Deutscher Vizemeister im Hallenfaustball, Wiedergründung LA Abteilung
1981 Neue Vereinssatzung
1981 Ausrichtung Deutsche Faustball-Meisterschaften der Schülerinnen
1983 Jazztanz
1983 Hallennutzungsbebühren in Hilchenbach eingeführt
1984 Bau einer Doppelgarage
1985 Brasilianische Faustball-Nationalmannschaft in Dahlbruch
1985 Landesturnfest in Warendorf
1986 Jugendzeltlager in Frankreich
1987 Weibliche Jugend Deutscher Meister im Hallenfaustball
1987 65 Teilnehmer beim Deutschen Turnfest in Berlin
1987 Rosi Hermann Sportlerin des Jahres der Stadt Hilchenbach
1988 75 Jahre Faustball in Dahlbruch
1988 1. Plätze bei Sportlerehrung der Stadt Hilchenbach
Dahlbruchlied

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2.7.1889 Vereinsgründung

Die Gründung von Turnvereinen in den Nachbardörfern veranlasste auch einige Dahlbrucher Bürger im Jahr 1889 den Entschluss zur Gründung eines eigenen Turnvereins in die Tat umzusetzen. Der Vater des Gedankens, in Dahlbruch einen Turnverein zu gründen, scheint in der Hauptsache der Techniker Ewald Hoffmann gewesen zu sein, der nach Ableistung seiner Militärzeit die Vorbesprechungen im Frühjahr und Sommer 1889 vorantrieb, so dass dann am 2. Juli 1889 die Gründungsversammlung stattfinden konnte.
Durchgeführt wurde die Versammlung im Setzer'schen Gasthaus (Dahlbrucher Hof).

Nachdem die von Clemens Klein verfassten Statuten mit einigen kleinen Änderungen angenommen wurden, schritt man zur Wahl des ersten Vorstandes.

Es wurden gewählt:
Vorsitzender: Wilhelm Neus
stellv. Vorsitzender: Wilhelm Münker
1. Turnwart: Ewald Hoffmann
2. Turnwart: Carl Ebener
Schrift- und Kassenwart: Robert Langenohl
1. Beisitzer: Wilhelm Weber
2. Beisitzer: Heinrich Neus

Insgesamt konnten 30 Mitglieder gewonnen werden. Man beschloss, den Turnbetrieb sofort aufzunehmen und die nötigen Geräte wie Stäbe, Hanteln, Reck und Barren zu beschaffen. Hier begann schon die erste größere Schwierigkeit für den jungen Verein. Denn woher nehmen, wenn die Kasse noch keine Einnahmen zu verbuchen hatte. Helfer in der Not war der Mitbegründer Jakob Gerhardt, der dem Verein 200 Mark unverzinslich zur Verfügung stellte. Dieser Betrag wurde in
jährlichen Raten zurückgezahlt.

Schon in der zweiten Versammlung wurde die Gründung einer eigenen »Marschmusik« , drei Flöten und eine
Trommel, beschlossen.

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Dem ersten Tambour-Korps gehörten an:

Hornisten: Fritz Stephan
Ernst Buch
August Klein

Tambour: Fritz Hoffmann

1890 erste Gau Veranstaltung in Dahlbruch

Es ging rüstig weiter, schon im Jahre 1890 war die Gauturnfahrt des Siegerland Turngaues, verbunden mit volkstümlichem Wetturnen, dem TV Dahlbruch übertragen worden. Das Turnfest wurde in der Hörbach durchgeführt, es brachte für den jungen Verein noch keinen Sieger. 1891 beteiligte sich der Verein mit mehreren Turnern an dem volkstümlichen Gauturnen in Kreuztal. Der erste Turnwart Heinrich Neus war der erste Siegerin der Geschichte des TV Dahlbruch. Er erhielt im Dreikampf (Dauerhangeln, Freihochsprung und 37,5 kg Stemmen) den 15. Preis.

Doch die Begeisterung der ersten zwei Jahre wurde bald getrübt. In den kommenden Jahren gab es häufigen Wechsel im Vorstand, bedingt durch Wohnungswechsel, Abwanderungen, Krankheiten und Sterbefälle. Auch schlechte oder fehlende Übungsräume trugen dazu bei. Mit welchen Widrigkeiten der junge Verein zu kämpfen hatte, soll hier aufgezeigt werden.

So nimmt In der Jahreshauptversammlung 1891 der erste Turnwart, der Vater des Vereins, Ewald Hoffmann, seine Wahl nur unter der Bedingung an, dass die Turnstunden regelmäßiger und fleißiger besucht werden. Hielt der Verein bis zum 7. August 1892 regelmäßige Vierteljahresversammlungen ab, so kann das Protokoll bis zum 5. Oktober 1903 fast nur noch von Jahreshauptversammlungen berichten. Ein schwarzer Tag für den Verein war der 10. Mai 1903, man hatte sich beim Gau abgemeldet' In der Chronik befindet sich der bezeichnende Satz: »Anscheinend haben sich die älteren Mitglieder nicht im mindesten um den Verein gekümmert«.
Doch schon bald, in der Versammlung am 27. November 1903, fasste man den einstimmigen Beschluss, dass der Verein dem Gau wieder als Mitglied beitreten sollte. In der Jahreshauptversammlung am 12. August 1905 konnte kein Vorstand gewählt werden, da nur wenige Mitglieder des bisherigen Vorstandes erschienen waren. Große Verluste erlitt der Verein durch den Wegzug von Ewald Hoffmann (1892), durch den Tod des Turn wartes Karl Hein (1900) und des Turnfreundes Karl Hirsch (1905).
Es wäre aber unzutreffend, nur die dunklen Seiten aufzuzeigen. Auch in dieser Krisenzeit gab es hoffnungsvolle Ansätze und schöne Erfolge. In einfachster Weise hielt der Verein schon im Jahre 1890 sein erstes Schauturnen auf dem Bauplatz (jetzt ev. Kirche) ab. Die Ausrichtung der Gauturnfahrt im selben Jahr wurde schon erwähnt. Die Chronik berichtet aus dem Vereins-leben dieser Zeit von gelungenen Wanderungen, Theateraufführungen, stilvoll gestalteten Feiern und Bällen.
Aber auch das Turnen wurde fleißig gefördert. Mit guten Ergebnissen nahm man an Wettkämpfen teil. 1894 konnte schon ein großzügiges Schauturnen mit Musikunterstützung durchgeführt werden. 1906 konnte der Verein erstmals eine Musterriege am Barren bei dem Wetturnen des Siegerland-Turngaues in Kaan-Marienborn stellen, sie wurde mit dem 15. Rang belohnt. Im selben Jahr berichtet die Chronik von einem außerordentlich gut gelungenen Schauturnen bei der alten Schneidemühle (JetztBernhard-WeiB-Platz). Ohne die uneigennützige Einsatzbereitschaft und den Idealismus einiger Männer, die dem Verein mit großer Hingabe dienten, waren dies Anfänge wohl kaum bewältigt worden.

Trotz aller Bestrebungen und bester Vorsätze, das Turnen und das Vereinsleben zu forcieren, scheiterte der Durchbruch immer wieder an den schlechten und kümmerlichen Übungsstätten. Die Frage, wie kommen wir zu einer Turnhalle, bewegte 21 Jahre lang jeden Turner in Dahlbruch. Diese Zeit ist in der Chronik als Leidensweg des Turnvereins überschrieben.Der junge Verein musste seine ersten Turnstunden im Sommer auf dem Schulhof und im Winter im Setzer'schen Saal durchführen. Kleinere Differenzen mit dem Wirt veranlassten den Vorstand, sich nach einer anderen Bleibe umzusehen. Man fand eine solche auch in einem Raum der stillgelegten Loher Schmelzhütte. Es gehörte schon ein großes Maß von Liebe und Treue zur Sache, um zum Beispiel von Hilinhütten bis Lohe zu pilgern und dort seine Turnstunden zu tätigen.Nachdem man hier die Kündigung erhielt, siedelte man nach Hilinhütten über. In der leerstehenden Gerberei von August Klein fand der Verein fürkurze Zeit eine Bleibe. Nächste Station auf dem Leidensweg war ein Schuppen neben der alten Schneidemühle (jetzt Bernhard-Weiß-Platz, Wohnhaus Münker). Und wie sah es da aus? Die Chronik berichtet darüber: »Durch Mauerritzen, Fenster und äußerst schlechte Tür fegten Wind und Regen, so dass sich die Aufstellung eines Ofens erübrigte. Eine Kü-chenlampe verschaffte die notdürftige Helligkeit.«

Doch das war noch nicht der Tiefpunkt! Nach Abbruch der alten und baufälligen Schneidemühle war man wieder obdachlos. Es folgte ein erneuter Umzug, diesmal in einen leerstehenden Schlafsaal des Arbeiterschlafhauses der Firma Klein in der jetzigen Karl-Kraus-Straße. Aber auch dieses Zuhause musste nach kurzer Zeit wieder verlassen werden. Man behielt einen Raum von 2x5 Metern, der nicht mal zum Unterstellen der Geräte reichte. Es konnte nur noch »Schönwetterturnen« durchgeführt werden. Einen Antrag an den damaligen Schulvorstand, dem Turnverein den leerstehenden 4. Schulraum für die Unterbringung der Turngeräte zu überlassen, wurde mit Schreiben vom 12. Januar 1907 abgelehnt.

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Die alte Schneidemühle in Dahlbruch, einer der ersten Dahlbrucher Turnplätze


»Auf das Gesuch um Erlaubnis, den Leerstehenden vierten Schulsaal als Turnlokal benutzen zu dürfen, erwidre ich im Auftrag des Schulvorstandes ergebens, daß sich derselbe zu meinem Bedauern aus sachlichen und grundsätzlichen Bedenken nicht in der Lage gesehen hat, dem Gesuch zu entsprechen.

Der Amtmann und Präses des Schulvorstandes gez. Fuß«

 

Unter diesen Umständen wurde natürlich der Ruf nach dem Bau einer eigenen Turnhalle immer lauter. Der Turnverein trat mit diesem Anliegen an die Gemeindevertretung heran. Er fand dabei tatkräftige Unterstützung durch seinen Ehrenvorsitzenden Hauptlehrer W. Köhler und den Lehrer Dollfuß, doch es gab nur mündliche Absagen seitens der Gemeinde, Nun wollte man zur Selbsthilfe schreiten. So findet man in den Akten des Jahres 1905 einen Kostenvoranschlag des Maurermeisters Heinrich Schneider, wonach der Turnverein auf eigene Rechnung eine Halle von 15x8 Meter bauen wollte. Die aufzubringende Summe von 4.400 Mark war für den Verein nicht realisierbar.

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1909 Turnhallenbau beantragt

Am 10. April 1909 richtet dann der Verein durch seinen ersten Vorsitzenden Ernst Schlag einen dringenden Antrag an die Gemeindevertretung. Darin weist er auf die vergangenen Jahre ernsten Strebens und tüchtiger Arbeit hin.

Die Mitgliederzahl betrug damals 90 Turner, der Kassenbestand belief sich auf 800 Mark, wozu noch Geräte im Werte von 400 Mark kamen. Ausdrücklich weist der Verein auf die Nutzen hin, den das Schulturnen von dem Bau einer Turnhalle haben würde und erklärt sich darüber hinaus bereit, den Turnunterricht der Schuljugend durch sachkundige Turner zu fördern. Eine Mitgliederliste wird als Anlage beigefügt. Doch auch dieser Schritt blieb vergeblich. Eine »mündliche« Absage ist alles was man erhält. Auch ein zweites Gesuch, kurz danach abgeschickt, welches die Not des Turnvereins in noch dringlicher Form schildert, erfährt ebenfalls eine »mündliche« Absage. Das Hauptargument bei den ominösen »mündlichen Absagen« seitens der Gemeindevertretung war immer, man sei wohl zum Bau einer Turnhalle bereit, jedoch sei kein geeigneter Platz vorhanden. Der 1. Vorsitzende, Ernst Schlag, der dauernden Absagen der Gemeinde müde, ging auf die Suche nach einem Baugrundstück. Er kam auch zum Ziel. Gleich der erste Versuch war von Erfolg gekrönt.

Nach Verhandlungen erklärte sich der dem Turnverein sehr wohlwollend gegenüberstehende Bäckermeister Wilhelm Freudenberg bereit, seine Wiesen oberhalb der Schneidemühle billig dem Turnverein zu verkaufen. Das ist der Platz, an dem jetzt das Gebrüder-Busch-Theater und die Turnhalle stehen. Der Preis pro Quadratrute sollte 7,50 Mark betragen, diese Forderung ermäßigte Freudenberg dann sogar auf 7,00 Mark. Dieses Angebot ließ man sich nicht entgehen, man schlug sofort zu! Der Wunsch, den Turnhallenbau mit der Errichtung einer Badeanstalt zu verbinden, ging leider nicht in Erfüllung.

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1909 Beschluss zum Bau einer eigenen Turnhalle

Am 3. Juli 1909 wurde eine außerordentliche Hauptversammlung in das Lokal Bollmann (jetzt Geschäft Jaeger, Müsener Straße) einberufen mit einem einzigen Punkt auf der Tagesordnung: »Bau einer Turnhalle auf Vereinskosten«! Nach eingehender Erörterung des Planes ergab sich folgendes Abstimmungsergebnis: 18 Stimmen dafür, 1 Stimme gegen die Errichtung einer Turnhalle auf Vereinskosten. Bemerkenswert ist, daß die Gegenstimme vom Gemeindevorsteher kam.

Damit waren die Würfel gefallen. Zur Aufbringung der Kosten sollten Sammlungen unter der Bürger- und Mitgliedschaft durchgeführt werden, der verbleibende Rest sollte durch unverzinsliche Anteilscheine gedeckt werden. In einem Aufruf an die Bürgerschaft Dahlbruchs hieß es: »Unsere Halle soll in erster Linie dazu dienen, die Jugend von der Straße fernzuhalten, und sie durch Turnen und Spielen zu kräftigen und gesunden Männern zu erziehen. Außerdem sind wir gerne bereit, die Halle zum Turnen der Schuljugend, unter Aufsicht der Lehrer, zur Verfügung zu stellen. Bei Reichtagswahlversammlungen, Fabrik- und Sängerfesten usw. würde dieselbe einem allgemeinen Bedürfnis abhelfen«! Eine sofort aufgelegte Spendenliste zeigte bald einen ansehnlichen Betrag.

Am 5. Juli 1909 begab sich der erste Vorsitzende Ernst Schlag zu Kommerzienrat Ernst Klein, um diesen zur Zeichnung einer größeren Summe zu bewegen. Kommerzienrat Klein gab zu verstehen, daß die Gemeinde eine Halle bauen würde, wenn ein entsprechender Platz zur Verfügung stünde. Da der Turnverein ein eigenes Grundstück nachweisen konnte, wurde nach Rücksprache mit dem Direktor August Klein und dem Gemeindevorsteher Langenohl noch am selben Tag eine Gemeinderatssitzung einberufen, bei welcher der erste Vorsitzende des Turnvereins das Projekt des Turnhallenbaues erläuterte. Auf die Frage, was der Turnverein tun würde, wenn die Gemeindevertretung den Bau einer Turnhalle beschließen sollte, konnte er nur antworten, daß der Turnverein dann selbstverständlich nicht bauen würde. Nach verhältnismäßig kurzer Beratung beschloß die Gemeindevertretung, eine Turnhalle zu bauen. Damit war der Beschluß des Turnvereins, eine eigene Turnhalle zu bauen, hinfällig.

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1909 Gemeinde beschließt Turnhallenbau

In der Gemeindevertretung, die in den 20 Jahren vorher niemals Geld für einen Turnhallenbau hatte, wurden bald Stimmen laut, welche Propaganda für eine Fest- und Tonhalle machten. Da erhob der Turnverein in einer Eingabe vom 13. November 1909 Einspruch bei der Gemeinde, in dem es unter anderem heißt: »Da die Anregung zum Bau der Halle vom Turnverein

Beschluß zum Bau einer eigenen Turnhalle

ausging, auch die Platzfrage von uns geregelt wurde, so möchten wir bitten - auch um keinen Anstoß bei der Bürgerschaft zu erwecken - es bei dem einfachen Namen »Turnhalle« zu belassen«. Das neue Haus erhielt dennoch den Namen »Festhalle«. Jedoch zeigte es sich schon nach außen hin, für wen das Haus errichtet war. Es war geschmückt mit dem vierfachen F und dem Bild des Turnvaters Jahn und seinem Ausspruch: »Die Nachwelt setzt jeden in sein Ehrenrecht«!

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1910 Einweihung der neuen Turnhalle

Am 4. August 1910 fand die feierliche Einweihung statt, zu der auch der Turnverein eingeladen war mit der Bitte, »durch Vorführung turnerischer Leistungen zum Gelingen der Feier beizutragen«. Wie gern und dankbar dieser Einladung gefolgt wurde, braucht nicht eigens aufgeführt zu werden.

An der Ausgestaltung der Feier beteiligten sich außer dem Turnverein auch beide Gesangvereine aus Dahlbruch, zu denen der Turnverein von je ein gutes Verhältnis hatte, und die Siegener Kapelle. Der Leidensweg des Turnvereins war beendet, das Ziel erreicht. Voller Stolz und Dankbarkeit konnte man auf das Erreichte schauen. Aber auch der Gemeindevertretung, mit der man sich schließlich zusammengerauft hatte, mußte man aufrichtigen Dank zollen. Für ihre Verdienste um den Turnhallenbau wurden die Turnfreunde Kommerzienrat Ernst Klein und Gemeindevorsteher Friedrich Langenohl zu Ehrenmitgliedern des Turnvereins ernannt.

Dank der neuen Turnhalle gestaltete sich der Turnbetrieb reger und vielseitiger. Bereits 1909 wurde durch Heinrich Bensberg eine Gesangabteilung ins Leben gerufen, die dem Verein für die Einübung von Gesangreigen zur Belebung der Versammlungen und Feiern von großem Vorteil wurde. Im März 1909 wurde Ernst Schlag in den Gauturnrat gewählt. Erstmals wurde eine Altersriege aufgestellt. Schöne Erfolge konnten verzeichnet werden.

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1910 Aufstellung einer Damenriege

So wurde noch im Jahre 1910 eine Damenriege gegründet, die von Turnbruder Wilhelm Bensberg geleitet wurde. Wegen Anfeindungen von allen Seiten mußte diese Riege leider ein Jahr später wieder aufgelöst werden, da wohl das richtige Verständnis der Bürgerschaft noch fehlte.

Im Jahr 1911 wurden von Dahlbrucher Turnern 16 Siege errungen, erstmalig gab es bei dem Gauturnfest in Siegen einen Preis im Vereinsturnen.

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1913 Fahnenweihe

Am 1. September 1912 fand ein großes Schauturnen mit Schülerwettturnen statt. Sichtbarer Ausdruck für die Erfolge nach außen hin war die Anschaffung einer Vereinsfahne zum Preise von 350,- Mark. Die Fahne wurde am 4. Mai 1913 vom Vorsitzenden des 1. Bezirkes, Julius Münker aus Krombach, auf einer besonders erhobenen Feier geweiht. Doch Freud und Leid liegen im menschlichen Leben dicht beieinander. So mußte sich bereits ein Jahr später die neue Fahne am Grabe eines treuen Turnbruders senken, denn Robert Diehl wurde zur letzten Ruhe gebettet.

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1913 Gründung der Faustballabteilung

Die Dahlbrucher Spielmannschaft beteiligte sich 1913 erstmals an einem Faustballwettspiel mit den Vereinen Ferndorf und Kredenbach unter der Leitung des Dahlbrucher Spielwartes Erich Schmidt. Sieger bei diesem Wettspiel wurde der Tv Kredenbach-Lohe.

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1914 25-jähriges Jubiläum


Anläßlich des 25-jährigen Bestehens wurde dem TV Dahlbruch 1914 die Ausrichtung des Bezirksturnfestes übertragen. Dank der damaligen Vereinsführung, vor allem des 1. Turnwartes Karl Brach, wurde das Turnfest eine großartige Werbung für das Turnen und den Dahlbrucher Verein.

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14. /15.6.1914 Bezirksturnfest in Dahlbruch


Das Bezirksturnfest wurde am 14. und 15. Juni 1914 unter starker Beteiligung der Bezirksvereine, der Bürgerschaft und der Ortsvereine durchgeführt. Der Turnverein ernannte die Turnbrüder Heinrich Leukel, Jakob Gerhardt, Karl Katz, Wilhelm Neus, August Klein und Gustav Langenohl zu Ehrenmitgliedern. Leider fiel ein Wermutstropfen in den Becher der allgemeinen Freude, denn das Fest erfuhr einen vorzeitigen Abbruch. Gegen Abend zog nämlich ein heftiges Gewitter auf, gefolgt von starkem Regen und bitterem Nachtfrost.

 

auszug2
Erste Turnriege 1912
v.l.n.r.: Hermann Langenohl, Richard Bensberg, Otto Becker, Ernst Schlag, Arnold Hirsch,
Wilhelm Bensberg, Karl Brach, Wilhelm Roth, Rudolf Langenohl, Rudolf Becker

Die guten Beziehungen zu den anderen Ortsvereinen fanden ihren sichtbaren Ausdruck darin, daß sich am Jubelfest des Männergesangvereins St. Augustinus 1912 der Turnverein mit Marschmusik, Gesangreigen, Musterriege und Freiübungen beteiligte. Ein Jahr später beteiligte sich der Turnverein auf Einladung des Kriegervereins an der Feier des 25-jährigen Regierungsjubiläums des Kaisers. Von diesem Tag an herrschte zwischen Turnverein und Kriegerverein beste Freundschaft; der Kriegerverein trat dem Turnverein als korporatives Mitglied bei.

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1914- 1918 der 1. Weltkrieg

 

Wie für jeden Deutschen, so begann auch für unseren Turnverein nun eine bitterernste Zeit. Die politischen Spannungen hatten nach dem am 28. Juni 1914 in Sarajewo erfolgten Mord am österreichischen Thronfolgerpaar ihren Höhepunkt erreicht. Am Samstag, dem 31. Juli, abends 6 Uhr begann die allgemeine deutsche Mobilmachung, der die alsbaldige Gestellung vieler Turner folgte.

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1919 Ernst Schlag 2. Bezirksvertreter

 

Bereits eine Stunde nach der Mobilmachung eilten die ersten drei Dahlbrucher Turner Wilhelm Hirsch, Fritz Gerhardt und Ernst Schlag zu ihren Truppenteilen. Bis zum März 1915 waren schon 58 Turnbrüder zum Kriegsdienst eingezogen worden. 13 Dahlbrucher Turner kehrten nicht mehr aus diesem Krieg heim. 6 Turnbrüder kehrten erst spät aus der Kriegsgefangenschaft zurück.

Trotz größter Schwierigkeiten konnte aber der Turnbetrieb aufrechterhalten werden. So war der Verein einer Einladung des Hilchenbacher Sportvereins zu einem Sportfest gefolgt, und man konnte mehrere gute Preise erringen. Weiter beteiligte sich Dahlbruchs Jugend mit großen Erfolgen an einem Wetturnen des Gaues auf dem Jahnplatz in Siegen. In erster Linie war dies ein Verdienst des in der Heimat verbliebenen Turnbruders Otto Becker, der während der Kriegszeit Turnwart, Kassen- und Schriftwart in einer Person war.

Der Weltkrieg war zu Ende. Nach und nach kamen die Turnbrüder zurück. Trotz der zurückliegenden schweren Jahre ging es mit neuer Hoffnung wieder ans Werk. Bereits am 2. Januar 1919 tagte der alte Vorstand. Er nahm die Geschicke des Turnvereins tatkräftig in seine Hände. 1. Vorsitzender war Ernst Schlag, der auch auf dem Bezirksturntag in Allenbach zum 2. Bezirksvertreter gewählt wurde. Die Turnhalle hatte durch die wochenlange Einquartierung anläßlich der Demobilisierung der durchziehenden Truppen außerordentliche Schäden erlitten. Um den geregelten Turnbetrieb wieder aufnehmen zu können, mußte erst einmal der alte Zustand wieder hergestellt werden, doch auch dies wurde bald gemeistert.

Aus den nachfolgenden Jahren können nur die wichtigsten Ereignisse hervorgehoben werden. Als Neuerung bringt das Jahr 1921 die Einführung der Reichsjugendwettkämpfe, die auf dem Giller durchgeführt werden. Im selben Jahr nimmt der Verein das Turnen mit schulpflichtigen Knaben und Mädchen auf, mit der Leitung wird Turnbruder Otto Bensberg beauftragt. Im Jahre 1922 beteiligt sich der Verein mit guten Erfolgen am Bezirksturnfest in Buschhütten und an einem Gerätewettkampf mit den Vereinen Eichen, Kredenbach und Ferndorf. Als bescheidener Dank wurde eine Ehrentafel für die Gefallenen des Weltkrieges eingeweiht.

 

auszug3

Turnbruder Erich Scharffenberg war als guter Geräteturner bekannt.
Das Bild zeigt ihn während seiner Studienzeit in Darmstadt im Jahre 1920

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1923 Robert Gerhard erster Wettkämpfer bei einem Deutschen Turnfest

 


Das Jahr 1923 brachte dem Verein viel Arbeit und turnerische Erfolge. Der Verein hatte die Genugtuung, in seinem Turnbruder Robert Gerhard erstmalig einen Wettkämpfer für das Deutsche Turnfest zu stellen. 500.000 Papiermark betrug der geldliche Betrag für ihn, denn man stand in der Inflationszeit. Bei der Teilnahme des Spielmannszuges an einem Wettstreit in Altena betrug das Auftrittsgeld pro Kopf 15 Millionen Papiermark! Der Chronist erzählt, daß die Versammlung am 6. Oktober 1923 alkoholfrei stattfand, da der Bierpreis schier unerschwinglich geworden war. Der Kassenstand von 1923 schließt mit astronomischen Zahlen, und zwar an Einnahmen mit 16.917.227.109.465 Mark u. Ausgaben von 15.502.011.109.465 Mark.

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1923 Faustballer werden Bezirksmeister

 

Auch das Faustballspiel wurde zu dieser Zeit erfolgreich betrieben. Die Faustballmannschaft konnte 1923 erstmalig den Titel eines Bezirksmeisters erringen.

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1924 Neue Uniformen für den Spielmannszug

 


Ein Langgehegter Wunsch des Spielmannszuges kam auf der Versammlung am 10. Mai 1924 der Erfüllung nahe, man beschloß die Beschaffung eigener Uniformröcke.

 

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1921 - Unser Tambourchorps am Siegenberg in Kredenbach
Obere Reihe v.l.n.r.: Otto Bensberg, Walter Menn, Otto Darr, Hermann Roth, August Mein,
Albert Langenbach, Otto Müller, Norbert Bingener
Mittlere Reihe: Walter Brauckmann, Adolf Hirsch, Ewald Katz, Ewald Roth,Helmut Hoffmann, Ewald Neus
Untere Reihe: Alfred Langenbach, Wilhelm Hoffmann

 

Sammlungen im Verein und in der Bürgerschaft erbrachten, trotz der herrschenden Geldknappheit, die notwendigen Gelder. Mit Genehmigung der Gemeindevertretung trug der Spielmannszug bisher bei entsprechenden Anlässen die Uniform der hiesigen Freiwilligen Feuerwehr. Dank des unermüdlichen Einsatzes der Turnbrüder Richard Bensberg, Hermann Roth und August Hein entwickelte sich der Spielmannszug im Laufe der Zeit zu großer Blüte.

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1924 Wiederaufnahme des Frauenturnens, der Verein hat 185 Mitglieder

 

Am 1. November 1924 beschloß die Versammlung die Neuaufnahme des Frauenturnens. Die Mitgliederzahl des Vereins stieg von 53 im Jahre 1905 auf 185 im Jahre 1924.

Für den Spielmannszug war 1925 ein bedeutendes Jahr. Bei den Wettstreiten am 26. April in Altena und am 8. November in Weidenau konnten sämtliche ersten Preise erspielt werden. Es muß erwähnt werden, daß zwischen den anderen Dahlbrucher Ortsvereinen und dem Spielmannszug ein besonders freundschaftliches Verhältnis bestand. Bei besonderen Anlässen dieser Vereine stellte sich unser Spielmannszug unentgeltlich zur Verfügung.

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1925 Erste Siegerinnen im Frauenturnen

Erstaunlich, daß ein Jahr nach der Wiederaufnahme des Frauenturnens beim Gauturnfest in Herdorf drei Dahlbrucher Turnerinnen, Grete Schlag, Inge Scharfenberg und Ruth Lück einen Sieg erringen konnten. Es waren die ersten Frauen des Vereins, die auf einem Turnfest die geforderte Sieggrenze erreichten. So sind diese Jahre gekennzeichnet durch eine Fülle von kleineren und größeren Ereignissen, die aber eine stetige Aufwärtsentwicklung verraten.

In diesem Jahr wird der Gillerberg zum Symbol und zum Schauplatz des Turnens im Siegerland. Jahr für Jahr finden dort die traditionellen Wettkämpfe statt, Jahr für Jahr beteiligen sich Dahlbrucher Turnerinnen und Turner daran, viele kehren als Sieger zurück. Immer wieder wird in der Vereinschronik darauf hingewiesen. Ferner wird berichtet von Schauturnen, Wettkämpfen mit anderen Vereinen, Wettstreiten, Wanderungen, Ausflügen, Beteiligungen an Turnfesten. Das Turnerische Leben blüht!

Von einigen wichtigen Ereignissen sollte doch noch berichtet werden. Vom Bezirksturnfest 1926 bringen die Dahlbrucher Turner 12 Eichenkränze heim. Die deutschen Kampfspiele vom 4. bis 11. Juli in Köln waren wohl der Höhepunkt turnerischen Wirkens im Jahre 1926. Der Turnbruder Erich Scharfenberg kehrte als Sieger nach Dahlbruch zurück.

Neues Leben zeigte sich in den Faustballabteilungen, die hervorragende Ergebnisse bei den Bezirksmeisterschaften in Littfeld und Hilchenbach erzielten.

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Der TV Dahlbruch auf dem Bezirksturnfest in Kreuztal am 27.6.1926, wo 12 Eichenkränze errungen wurden

 

Die Feier des 40-jährigen Vereinsbestehens fand am 3. und 4. August 1929 bei schönstem Turnwetter und großartiger Beteiligung der Mitglieder und der Ortsvereine statt. Ein beispielloses, reichhaltiges, turnerisches Programm im Wechsel mit großartigen Gesangsvorträgen der beiden Dahlbrucher Gesangvereine, Reden und Ehrungen verdienter Mitglieder schufen eine einmalige Festfreude und Begeisterung.

 

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Schaubild vor der alten Turnhalle '40 Jahre TV Dahlbruch' im Jahre 1929

 

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Ehrendamen bei dem 40-jährigen Jubiläum des TV Dahlbruch

 

auszug8
Nach getaner Arbeit: das Abbaukommando

Am 30. März 1930 belegte bei einem Gerätewettkampf in Iserlohn eine Riege des Dahlbrucher Turnvereins bei 56 angetretenen Mannschaften den 19. Rang.

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1930 Erich Scharffenberg Gauschwimmwart


Das Schwimmen wurde stark gefördert und in die turnerischen Wettkämpfe einbezogen. Hier erwarb sich der 2. Vorsitzende Erich Scharffenberg, der auch Gauschwimmwart war, große Verdienste.

Im Juni 1930 wurde mit der Vergrößerung des Sportplatzes begonnen, die nur durch freiwillige Arbeitsleistungen der Vereinsmitglieder möglich war.

 

auszug9
1930 - Musterriegenturnen in Weidenau Unsere Riege v.l.n.r.:
Werner Klappert, Rudolf Klein, Helmut Schmitt, Willi Freudenberg, Artur Meier, Fritz Trittmann, Wilhelm Fuhrmann

 

Unterdessen war in Deutschland an den Fahnenmasten eine neue Fahne hochgestiegen. Unter ihr nahm der Staatssport immer breiteren Raum ein, bemächtigte sich besonders der Jugend. Wer ahnte schon damals die verhängnisvolle Entwicklung und das verheerende Ende.
Das Jahr 1933 brachte einen totalen Umbruch im politischen Leben. Sämtliche bisher freien Verbände und Organisationen wurden gleichgeschaltet, das heißt, sie wurden in Organisationen der NS-Partei überführt. Auf der Versammlung am 6. Mai wurden die neuen Richtlinien bekanntgegeben.

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1933 Der Vorstand tritt geschlossen zurück

Darauf legte der gesamte Vorstand seine Ämter nieder. An Stelle des 1. Vorsitzenden Hermann Roth wurde August Tuxhorn zum Vereinsführer gewählt. Die anderen Ämter wurden weiter kommissarisch geführt. Hier soll jetzt kurz das Geschehen im Dahlbrucher Turnverein bis zum Ausbruch des zweiten Weltkrieges aufgezeigt werden:

Ein Schauturnen am 23. Juni 1933 bezeichnet der Chronist als das größte und beste seit der Vereinsgründung. Der Turnverein stellte im Juli 1934 beim 9. Westfälisch-Lippischen Landesturnfest in Minden 3 Sieger. Die Einnahmen einer mit gutem Erfolg durchgeführten Werbeveranstaltung im November flössen dem Winterhilfswerk zu. Ein Satz sei noch aus der Chronik zitiert, der sich auf das Jahr 1935 bezieht: »Die politische Umwälzung und die damit verbundenen Umordnungen innerhalb der Vereine und Verbände machten den Vorständen viel Arbeit und Schwierigkeiten«. In der Folgezeit werden die Eintragungen in der Vereinsgeschichte immer weniger. Vom Deutschen Turnfest in Breslau am 24. bis 31. Juli 1938 wird lediglich berichtet, daß Karl Völkel als Sieger teilnahm. Trotz der sehr gespannten Lage hatte man sich entschlossen, den 50. Geburtstag des Vereins festlich zu begehen.

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11.6.1939 50 Jahre TV Dahlbruch

Die Feier wurde am 11. Juni 1939 durch ein großes Schauturnen aller Abteilungen auf dem Turnplatz vor der Halle eingeleitet. Verdiente Turner wurden geehrt, die Festansprache hielt der Vereinsführer Tbr. Wilhelm Feldmann.

Am 1. September kam es zum Krieg mit Polen und damit zum zweiten Weltkrieg. Bereits am 28. August war fast der gesamte Vorstand zum Kriegsdienst eingezogen worden. Unser Chronist Fritz Langenbach wurde bereits am 19. Februar 1940 aus dem Heeresdienst entlassen und nahm sich sofort der führerlos gewordenen Turnerschar an. Aber bald blieben nur noch die jungen und jüngsten Turner bei der Arbeit; auch das Altersturnen kam zum Erliegen. Es begann für den Turnverein Dahlbruch, wie für alle anderen Vereine, eine sehr schwere Zeit. Bis Ende 1940 waren bereits 30 Turnbrüder zum Waffendienst eingezogen. Es ist überraschend, wie gut die Dahlbrucher Faustballer in den folgenden Jahren abschnitten.

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1943 Drei Dahlbrucher Faustballmannschaften werden Kreismeister

Beim Gillerfest 1940 belegte die erste Mannschaft den 1. Platz; 1941 kehrte die erste Jugend- und Frauenmannschaft von der Kreismeisterschaft als Kreissieger zurück, ebenfalls im Jahre 1942; 1943 errangen gar alle drei Dahlbrucher Mannschaften die drei zu vergebenden Titel, wobei in der Männermannschaft die drei gerade auf Urlaub weilenden Turnbrüder Karl Völkel, Werner Brach und Otto Grebe mitspielten.

 

1944 Die Faustballjugendmannschaft wird Gebietsmeister von Westfalen

Im Jahre 1944 gelang der Faustballjugendmannschaft der große Wurf, sie wurde Gebietsmeister von Westfalen. Die Frauen errangen im gleichen Jahr zum dritten Mal den Kreismeistertitel. Trotz der schweren Zeit, in der sich der Turnbetrieb von Jahr zu Jahr schwieriger gestaltete, wird das Turnen aufrechterhalten. Man führte Wanderungen durch und beteiligte sich mit gutem Erfolg an den jährlich stattfindenden Gillerbergfesten. Eins dieser Feste, 1944, konnte nur mit Mühe zu Ende geführt werden, es wurde zweimal durch Fliegeralarm unterbrochen.

Von einem schweren Schlag wurde der Turnbetrieb 1943 getroffen. In der Not der Zeit wurde die Turnhalle beschlagnahmt, weil »kriegswichtige Güter« eingelagert wurden. So fehlten dem Turnverein wieder einmal die Übungsmöglichkeiten.

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1945 Der Turnbetrieb ruht

Um die Übungsstunden nicht endgültig einstellen zu müssen, zog man allwöchentlich nach Musen in die Turnhalle und turnte mit den dortigen Turnern. Aber auch diese Turnhalle wurde im Jahre 1945 beschlagnahmt, damit lag der Turnbetrieb völlig still.

Zum Waffendienst während des Krieges wurden 66 Turnbrüder und 2 Turnschwestern eingezogen, davon haben 23 Turnbrüder und 1 Turnschwester an den Fronten und in der Heimat ihr Leben hingeben müssen.

Nach dem furchtbaren Zusammenbruch des Jahres 1945 war der Aufbau des turnerischen Lebens genau so schwer wie nach dem ersten Weltkrieg. Die Turnhalle und die Turngeräte wurden von den Besatzungstruppen und den so genannten Ostarbeitern in Besitz genommen.

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1945 Neugründung des Turn- und Sportvereins Dahlbruch


Durch die Alliierte Militär-Regierung wurden sämtliche NSRL-Vereine aufgelöst, verboten und das Vermögen beschlagnahmt. Um überhaupt wieder turnen zu können, mußte der Verein neu gegründet und durch den neuen Sportverband Westfalen genehmigt werden. Zum 25. November 1945 wurde eine außerordentliche Versammlung einberufen. Nach den geltenden Gesetzen wurde nun ein neuer Verein gegründet und ein neuer Vorstand gewählt. Aus dem guten alten Turnverein Dahlbruch wurde nun ein Turn- und Sportverein Dahlbruch, kurz - TuS Dahlbruch - geboren. 1. Vorsitzender wurde Turnbruder Karl Kunze. Alle diejenigen, die schon wieder in der Heimat waren und sich dem turnerischen Gedanken verbunden fühlten, begannen die Jugend zu sammeln und turnerisch zu schulen.

Wir lesen immer wieder, wie sich der Vorstand tatkräftig einsetzte; galt es doch 1949 das 60-jährige Bestehen des Vereins würdig zu feiern. Es war kein leichter Entschluß, so kurz nach dem Krieg und der erst 1948 durchgeführten Währungsreform, einen Geburtstag zu feiern.

 

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Festzug auf der Wittgensteiner Straße vor dem Dahlbrucher Hof
anläßlich des 60-jährigen Jubiläums

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9. und 10.7.1949 60-jähriges Jubiläum

 

Das Fest konnte dann doch erst am 9. und 10. Juli 1949 verwirklicht werden. An den Vorbereitungen für die Festtage hatten sich nicht nur Vereinsmitglieder, sondern auch eine große Anzahl Gemeindemitglieder, die dem Verein noch nicht angehörten, in dankenswerter Weise beteiligt. Fast sämtliche Nachbarvereine des oberen Ferndorftales waren der Einladung gefolgt. Die Teilnahme war außerordentlich groß. Die Presse berichtete übereinstimmend von einem »Turnfest mit hohem Niveau«, bei welchem der Dreiklang »Gesundheit, Kraft und Schönheit« sinnvoll zum Ausdruck kam. Vor allem imponierte die Massenbeteiligung bei dem Stufenturnen an 6 Barren mit 60 Teilnehmern, sowie die abschließenden Freiübungen mit über 200 Turnerinnen und Turnern. Besonderer Dank gebührt dem Vorsitzenden Artur Meier, Albert Scheib, dem Oberturnwart Erich Brombach, dem Turnbruder Otto Bensberg und der nimmermüden Frauenturnwartin Gretel Becker.

Das Turnfest gab dem TuS Dahlbruch neue Impulse und Zuversicht für kommende Aufgaben.

 

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Die Frauenriege des Vereins im Festzug 1949

 

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Festnachmittag auf dem Dahlbrucher Sportplatz anläßlich des 60-jährigen Jubiläums 1949

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Glückwünsche der Ortsvereine zum 60-jährigen Vereinsjubiläum 1949

1949 Bericht der Siegener Zeitung zum 60-jährigen Jubiläum 1949

Ein Sportfest mit hohem Niveau

Jubiläumsfeier zum 60-jährigen Bestehen des TuS Dahlbruch

Dahlbruch. Ehrlich gesagt, das hatten die Nachbarvereine und wohl auch mancher vom Gau dem Dahlbrucher Turn- und Sportverein nicht zugetraut. Das war wirklich eine Jubiläumsfeier, wie man sie sich nur wünschen kann, organisatorisch sowohl wie turnerisch.

Der Jubilar zeigte sich von der lebendigen Frische, die erst für alle Feiernden ein solches Fest zum ungetrübten Genuß macht;
denn wenn man bei der Ehrung eines Jubilars ausschließlich von dem Ruhm vergangener Tage zehren muß, dann kann man sich einer leichten Wehmut nicht erwehren.

Anders In Dahlbruch. Das Jubiläum war ein wirklicher Höhepunkt im Leben eines sehr rührigen und zukunftsvollen Vereins, die Veranstaltung eine Empfehlung für alle Mitwirkenden.Zunächst der Samstag. Nachmittags maß sich die Jugend in einem Wettkampf, abends wurde die offizielle Geburtstagsfeier mit den unumgänglichen Ansprachen durch musikalische Darbietungen und turnerische Vorführungen angenehm aufgelockert. Der Müsener Musikverein musizierte, Dahlbruchs Gesangvereine trugen feierliche Chöre vor, der Vorsitzende Arthur Meyer begrüßte Gäste und Turnbrüder, Lehrer Feldmann gab einen Überblick über die Geschichte des Vereins, und Bernhard Saßmannshausen als Gauvertreter ehrte 40 Jubilare. Dazwischen dann die Proben der Turner und Turnerinnen.

Der Sonntag brachte des Guten fast zuviel. Morgens sechs Uhr Weckruf durch Spielmannszug und Musikverein, 8.30 Uhr Gottesdienst vor der Turnhalle mit Pastor Strohmann, 11 Uhr ein Platzkonzert, 13.30 Uhr ein imponierender Festzug von der Alten Landstraße zum Platz. Wirklich ein Festzug! Hunderte im weißen Dress der Turner, Turnerinnen in schmucken langen Kleidern, Kinder, viel Jugend und noch erstaunlich viel Grauköpfe, die mit sichtbarer Begeisterung dabei waren. Das Programm am Nachmittag dann, das pausenlos abrollte und in seiner bunten Fülle fesselte, war eine ganz beachtliche Leistungsschau eines Vereins. Nicht nur, daß der T. u. SpV. eine imponierende Zahl Aktiver präsentieren konnte, er konnte auch mit Leistungen aufwarten, die ein wirklich hohes Niveau verrieten und zurzeit - damit sollen die Leistungen der Nachbarvereine nicht geschmälert werden! - nicht an jedem Ort des Siegerlandes geboten werden können.

Studienrat Hohlsiepe beschloß die Vorführungen mit der Mahnung an die Jugend, dem Verein die gleiche Treue zu halten, die von den Alten hier so ermutigend demonstriert worden sei. Die Dahlbrucher werden noch lange von diesem Turnfest sprechen, und die Gäste aus dem Siegerland manche Anregung mitgenommen haben.

Die Liste der Sieger: Gruppe I Mädchen:

l. Annegret Schmidt. 67 Pkte. Gruppe II Mädchen: l. Anneliese Braun, 82 Pkte. Gruppe III Mädchen: l. Luise Nöh, 79 Pkte.

Gruppe I Knaben: l. Hans Werner Höter, 95 Pkte. Gruppe II Knaben: l. Helmut Fröhlich, 89 Pkte. Gruppe III Knaben: l. Edgar Hoft-72 Pkte., Rob. Prinz, 72 Pkte.

 

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2.und 3. Juni 1951 Tambourwettstreit in Dahlbruch

Bereits im Jahre 1951 konnte der Verein große Aufgaben übernehmen. Am 2. und 3. Juni führte der TuS Dahlbruch einen erfolgreichen und sehr gut besetzten Tambourwettstreit durch. Alle Abteilungen unterstützten mit gekonnten Darbietungen die Spielleute.

Die Siegener Zeitung berichtete hierüber, daß das Wettspiel mustergültig ausgerichtet worden sei und von dem Dargebotenen starke Anregungen zur Wiederbelebung des Spielmannswesens ausgingen.

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9. und 10.6.1951 700 Teilnehmer bei dem Bezirksturnfest in Dahlbruch

Schon eine Woche später, am 9. und 10. Juni, wurden die Dahlbrucher Turner wieder gefordert, galt es diesmal das Bezirks- und Jugendturnfest auszurichten. Für 700 Wettkämpfer mußten bei sehr schlechter Witterung Wettkampfgeräte und Wettkampfplätze bereitgestellt und die Wettkämpfe zügig durchgeführt werden. Dank der guten Vorbereitungen durch den Oberturnwart Karl Völkel und seine Helfer konnte auch diese Aufgabe gut abgeschlossen werden. In den folgenden Jahren wurde die Arbeit am und im Verein kontinuierlich gefördert.

Ab 1952 stand die Turnhalle an drei Abenden in der Woche Kino-Veranstaltungen zur Verfügung, dadurch wurde der Turnbetrieb wieder einmal sehr eingeengt. Ende 1952 wurde dann der Bau einer neuen Turnhalle beschlossen.

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1952 - Unsere Altersriege vor der Dahlbrucher Turnhalle
Oben v.l.n.r.: Werner Klappert, Fr. Kutscher, Erwin Kurth, Fr. Gieger, Herrn. Schmidt
(Bimm), Artur Meier, Rud. Schulz, Erich Brombach
Unten: Otto Nies, Albert Scheib, Otto Bensberg, Ernst Schlag, Herrn. Langenohl,Karl Völkel, Fr. Langenbach

 

Vom Deutschen Turnfest in Hamburg vom 2. bis 9. August 1953 kehrten 8 Dahlbrucher Turner als Sieger heim.

Einen großen Verlust erlitt der Spielmannszug 1954. Am 9. Oktober starb sein bewährter Stabführer Richard Bensberg, der den Spielmannszug seit 1909 führte und mit ihm viele wertvolle Preise erringen konnte. Man sollte hier einmal erwähnen, daß Angehörige der Familie Bensberg vom Tage der Vereinsgründung bis heute, also 100 Jahre, in den verschiedensten Ämtern dem Verein dienten.

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1955 Eintragung ins Vereinsregister

Die in der Vorstandssitzung vom 22. März 1955 beschlossene Eintragung in das Vereinsregister erfolgte am 7. April 1955 beim Amtsgericht in Hilchenbach. Der Verein trägt nun den Namen »Turn- und Sportverein Dahl-bruche.V.1889«.

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1956 Die Faustballer werden Südwestfalenmeister

Das Jahr 1956 brachte den verdienten Turnbrüdern Ernst Schlag, Karl Kunze und Dr. Fritz Münker den Ehrenbrief des Westfälischen Turnerbundes.

Die erste Mannschaft der Faustballer wurde am 22. Juni in Arnsberg Südwestfalenmeister.

Unser Spielmannszug konnte unter neuer Stabführung von Herbert Jüngst beim Wettspiel in Allenbach seine bisherigen Leistungen unter Beweis stellen. Neben anderen Preisen errang er auch den Höchstpreis.

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3. Mai 1958 Einweihung der neuen Turnhalle

Das Jahr 1958 war ein neuer Markstein im Leben des TuS Dahlbruch, die neue Turnhalle konnte eingeweiht werden. Der 3. Mai war der große Freudentag, an dem ganz Dahlbruch regen Anteil nahm. Der 1. Vorsitzende Artur Meier sprach der Gemeindevertretung sowie dem Landkreis Siegen, die neben dem Landes- und Sportbund und anderen Institutionen erhebliche Mittel bereit gestellt hatten, den Dank des Vereins für die Errichtung der schönen Turnhalle aus. Diese Halle, in Verbindung mit dem daneben stehenden Gebrüder-Busch-Theater, ist ein Schmuckstück für den ganzen Ort. Aber auch sonst war das Jahr 1958 für den Verein erfolgreich. Die Faustballabteilung holte nach vier Jahren die Bezirksmeisterschaft nach Dahlbruch; die Turnerinnen wurden in Olpe Gaumeister; vom Deutschen Turnfest in München brachten 8 Dahlbrucher Turnerinnen und Turner Siege mit nach Hause.

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1959 70-jähriges Vereinsjubiläum

 

Am 10. November 1959 feierte der TuS Dahlbruch in bescheidener Weise sein 70-jähriges Vereinsjubiläum. In einem Vortrag skizzierte Kulturwart Helmut Schür die Vereinsgeschichte, wobei insbesondere der Umstand Erwähnung fand, dass 1889 auch der Spielmannszug des Vereins gegründet wurde. Unter den Anwesenden weilte als einziger Mitbegründer des Vereins der im 90. Lebensjahr stehende August Klein, der auch zu den ersten drei Hornisten des Spielmannszuges gehört hatte.

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Bericht der Siegener Zeitung vom 5.5.58 zur Einweihung der Turnhalle


Turnhalle Dahlbruch - modernste im nördlichen Siegerland

Festliche Weihe mit großem turnerischem Programm - Auch neue Feuerwehrräume

>>Dahlbruch, 5. Mai. Bis auf den letzten Platz war die neue Turnhalle am Samstagnachmittag besetzt, als sie zusammen mit den im Untergeschoß ausgebauten und schon bezogenen Feuerwehrräumen in einer Feierstunde ihrer Bestimmung übergeben wurde. Die Pläne für diese geräumige Halle, deren zwei Seitenwände ganz aus Glasbausteinen gefügt wurden, fertigte Architekt K ö h n e -Weidenau an. Obwohl die Halle eine kleine Bühne besitzt, kann man sie nicht als Mehrzweckhalle ansprechen, denn für kulturelle Veranstaltungen will die Gemeinde im zweiten Bauabschnitt die in unmittelbarer Nachbarschaft stehende alte Halle umbauen. Der Umbau wird noch in diesem Jahr in Angriff genommen.

 

 

 

Eine Turnerin und ein Turner in weißem Dress leiteten die Feierstunde mit einem Spruch ein. Ein kleines Streichorchester der Orchesterschule Hilchenbach und die beiden ausgezeichneten Dahlbrucher Männerchöre, der Dahlbrucher MGV. und der MGV. „Augustinus", erfreuten mit Liedvorträgen.
Bürgermeister Saßmannshausen wies in seiner Begrüßungsansprache darauf hin, daß die Übergabe der Turnhalle für alle ein Freudentag sei. Dem l. Gauvertreter des Siegerland-Turngaues, Hohlsiepe, dem Bezirksvertreter Inacker, dem Kreisjugendpfleger Holzapfel, dem Kreis-, Gemeinde- und Amtsbrandmeister, den Männern der Freiwilligen Feuerwehr, der DRK-Bereitschaft, dem Amtsbürgermeister Haberkamm und dem Amtsdirektor Groos sowie dem Gemeinderat wurden besondere Grußworte entboten.
Dipl.-Ing. R e i t z-Klafeld wünschte namens des verhinderten Architekten der Turnerjugend einen guten Auftakt im neuen Heim und hob hervor, daß er bei der Erstellung des Bauwerkes mit einer großzügigen Gemeinde zusammenarbeiten durfte, die ein Herz für die Jugend hege. Er übergab den Schlüssel zu dem Bauwerk an Amtsdirektor Groos, der wünschte, daß der zukünftige Turnbetrieb unter dem Wort des Turnvaters Jahn: „Das schöne Wort tut's nicht allein, die Tat soll unser Zeuge sein", stehen möge. Weiter sagte der Amtsdirektor, daß die Gespräche um eine neue Turnhalle bis weit in die Vorkriegszeit zurückreichten, aber erst 1954 konnte dem Plan näher getreten werden, und die Gemeinde schrieb einen Architekten-Wettbewerb aus. Schon damals war man sich klar, daß bei der Bedeutung und Entwicklungsmöglichkeit von Dahlbruch keine Mehrzweckhalle gebaut werden sollte;
denn für die Zukunft hätte ein solcher Bau nicht ausgereicht. Er dankte allen, die bei der Finanzierung des Projektes und beim Bau mitgeholfen haben und übermittelte die Grüße des Landrates und des Oberkreisdirektors, die nicht an der Feierstunde teilnehmen konnten. Abschließend übergab er auch die Feuerwehrräume offiziell ihrer Bestimmung und wünschte, daß die bisher enge Kameradschaft zwischen der Feuerwehr und dem Turnverein unter dem gemeinsamen Dach erhalten bleiben möge.
Amtsbürgermeister Haberkamm sprach für das Amt Keppel; er stellte fest, daß die Halle die modernste im nördlichen Siegerland sei und wahrscheinlich bleiben werde, denn die anderen Gemeinden, die auch Turnhallenpläne hegten, müßten doch etwas sparsamer sein.

Der l. Gauvertreter Hohlsiepe sprach die Glückwünsche des Gauvorstandes und aller 13 000 Turner des Siegerland-Turngaues aus; er bat darum, daß die Halle auch für Gauveranstaltungen bereitgestellt werde. Ihren Bau nannte er ein Bekenntnis zum turnerischen Gedanken und Geist. Er sprach weiter über die alten Turnerideale und über den Wert der Breitenarbeit eines Turnvereins, in dem sich alt und jung zusammenfinden, um nach den Grundsätzen Jahns etwas für ihre körperliche. geistige und seelische Gesundung zu tun. In der Zeit der Krisen und des Materialismus gelte es, so schloß er, die Begriffe Einheit, Freiheit und Vaterland hochzuhalten.
Nach dem offiziellen Teil gestaltete der Turnverein zusammen mit der Gaubestenriege ein festliches Programm. Neben einem Schauturnen an Barren, Pferd, Ringen und Reck der Gaubestenriege zeigten die Mädchen des Turnvereins einen reizenden Schwedentanz, die Knaben Stabübungen, die Altersturner Freiübungen und die Turnerinnen eine Laufschule, ein Bewegungsspiel und gymnastische Übungen. Das Programm bot einen Querschnitt durch die Breitenarbeit des Dahlbrucher Turnvereins.<<

 

1960 wurde das erste Mal in der neuen Halle als Werbung für das Geräteturnen ein Mannschaftsgerätewettkampf durchgeführt, und zwar zwischen dem Turnbezirk Siegerland-Nord und dem Turnbezirk Hagen-Schwelm, den die Siegerländer klar gewinnen konnten.

Der große Gewinner bei den Faustballmeisterschaften 1960 im 3. Bezirk war der TuS Dahlbruch, der in allen 5 ausgetragenen Klassen die Meisterschaft gewann.

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23. und 24.6.1961 Bezirksturnfest in Dahlbruch

Anläßlich der 10-jährigen Wiederkehr der Gründung des 3. Bezirkes im Siegerland-Turngau richtete der TuS Dahlbruch am 23. und 24. Juni 1961 das Bezirksturnfest aus. Wie immer, wenn sich die Turner in großen Scharen treffen, gab es auch in Dahlbruch frohe Stunden, gute turnbrüderliche Kameradschaft und farbenprächtige Bilder, die auch auf die nach Tausenden zählenden Zuschauer einen nachhaltigen Eindruck machten. Die Siegener Zeitung berichtete: » Die aufstrebende Industriegemeinde Dahlbruch hat in der Abwicklung des diesjährigen Turnfestes alle Erwartungen übertroffen. Nicht nur der Schmuck der Straßen und Häuser stellte die Verbundenheit mit der weißen Schar heraus, auch die Vorbereitungen durch den ausrichtenden Verein TuS Dahlbruch waren so sorgfältig, daß nichts schief gehen konnte. Die Zahl der teilnehmenden Turnerinnen und Turner betrug 800.

 

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1960 - Männer-Faustballmannschaft des TuS Dahlbruch
v.l.n.r.: Georg Fröhlich, H.-O. Franz, Kurt Menzel, Edmund Vetter, Günter Müller

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1963 Männliche Jugend Faustball-Westfalenmeister

Am 30. Juni 1963 verteidigte die männliche Faustballjugend den Titel eines Südwestfalenmeisters erfolgreich. In Hagen gelang ihr am 8. September der große Wurf: sie wurde Westfalenmeister.

Der Verein war mit 9 Einzelkämpfern und drei Faustballmannschaften, die hervorragend abschnitten, beim Deutschen Turnfest in Essen vertreten. Das Trampolingerät, das sich seit einigen Jahren im Besitz des Vereins befand, verdient erwähnt zu werden. Einige Turnerinnen und Turner hatten es auf diesem Gerät schon zu beachtlichen Leistungen gebracht. Das zeigten die internationalen Trampolin-Wettkämpfe in Salzgitter am 19. Oktober. Daran nahmen 42 Turner aus 4 europäischen Ländern teil. Peter Ehmann vom TuS Dahlbruch konnte dabei mit 28,60 Punkten den 6. Platz belegen.

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1963 Kunstturnvergleichswettkampf Westfalen-Hessen

 

Das große Ereignis des Jahres 1963 für den TuS Dahlbruch war aber ohne Frage eine Veranstaltung, die im Gebrüder-Busch-Theater abgehalten wurde. Die Jugendauswahl-Mannschaften aus Westfalen und Hessen standen sich in einem Kunstturnvergleichskampf gegenüber. Die hessischen Turner gewannen mit 446,30 : 444,90 Punkten. Das amtliche Blatt des WTB, der »Westfalen!Turner«, berichtete über die Ausrichtung des Wettkampfes: »Das muss zu Beginn des Berichtes ganz klar zum Ausdruck gebracht werden, die Dahlbrucher Turner und Turnerinnen haben in puncto Organisation und Gastfreundschaft den größten Sieg errungen! Mit welcher Liebe und Freude sie die Ausrichtung des Freundschaftstreffens angepackt haben, das verdient tatsächlich an erster Stelle genannt zu werden. Habt vielen Dank, liebe Turnbrüder und Turnschwestern aus Dahlbruch, durch Eure für sorgende Tätigkeit habt Ihr sehr wesentlich dazu beigetragen, das Freundesband zwischen den Landesverbänden noch enger zu binden«.

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1964 75 Jahre TuS Dahlbruch

Das Jahr 1964 stand ganz im Zeichen des 75-jährigen Vereinsjubiläums. Fast auf den Gründungstag genau feierte der TuS Dahlbruch sein Fest, das unter dem Wahlspruch »Gute Sitten müssen auf dem Turnboden mehr wirken und gelten als anderswo weise Gesetze« von F.L Jahn stand.

Es war ein Fest für die ganze Gemeinde. Mit einem Festakt im Gebrüder-Busch-Theater wurden die Jubiläumsfeierlichkeiten eingeleitet, im Mittelpunkt stand die Festansprache des 2. Vorsitzenden des Westfälischen Turnerbundes, Elfried Leveringhaus. Weihevolle Musik, dargeboten vom Musikverein Musen, und ein Liedvortrag der Vereinigten Männergesangvereine Dahlbruch leiteten über zur Begrüßungsansprache des Vorsitzenden Werner Katz. Nach einem Tanzspiel, bei dem die rührige Hausfrauenabteilung des TuS Dahlbruch in flotter Weise sieben menschliche Tugenden pries, erfolgten die bei solchen Gelegenheiten üblichen Auszeichnungen verdienter Vereinsmitglieder. Viele Gratulanten aus den Rehen der Turnerschaft, der Verwaltung und der Ortsvereine sprachen dem Jubelverein ihre Glückwünsche aus. Während der Festakt im Gebrüder-Busch-Theater freigehalten war von turnerischen Vorführungen jeglicher Art, stand der Festkommers im überfüllten Festsaal ganz im Zeichen einer großen turnerischen Schau, bei der, von den Jugendturnern und Jugendturnerinnen anfangen bis zu den Altersturnern, alle Aktive zu ihrem Recht kamen.

 

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Der TuS Dahlbruch im Festzug am 5 Juli 1964

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Festnachmittag am 5. Juli 1964 auf dem alten Dahlbrucher Sportplatz

Der Sonntag wurde nach den Festgottesdiensten eingeleitet mit einer Gefallenen und Totenehrung in der Friedhofskapelle. Der Festzug am frühen Nachmittag vereinigte Turner und Turnerinnen des oberen Siegerlandes mit den Mitgliedern des Jubelvereines, die festlich geschmückten Straßen hallten wider vom Trommelschlag der sieben beteiligten Spielmannszüge - ganz Dahlbruch war auf den Beinen.

Anschließend gab es auf dem Festplatz erneut eine große turnerische Schau, bei der dann auch die starken Kinderabteilungen zeigen konnten, was sie auf dem Turnboden gelernt hatten. Mit allgemeinen Freiübungen, an denen sich alles beteiligte, was im TuS Dahlbruch aktiv war, ging das Jubelfest zu Ende.

Unsere damalige Chronistin Gretel Reimann schrieb:

Jedoch all dieses ist vergänglich bestehen bleibt der Geist, der frisch, fromm, frei und fröhlich heißt. Bewahrt ihn wohl und gebt ihn weiter, und seid der Jugend Wegbereiter. Dann wird der TuS gewiss und wahr viel älter noch als 100 Jahr.

 

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1964 Trampolinturner 1. Sieger beim Landesturnfest

Nach diesem erfolgreich verlaufenen Fest hatte der Verein wieder frischen Aufwind erhalten. Besonders unsere Faustballabteilung, das Trampolinturnen, die Leichtathletik, das Kinderturnen und unsere Frauenabteilungen zeigten erfreuliche Leistungen. Beim Westfälischen Landesturnfest am 30. Juli bis 2. August 1964 errangen 16 Dahlbrucher ihren Sieg. Bemerkenswert waren für den TuS Dahlbruch die beiden 1. Ränge im Trampolinturnen durch Angelika Bobisch und Dietmar Haberkamm. In den folgenden Jahren stellte sich der TuS Dahlbruch immer wieder mit gekonnten Schauturnen, Wanderungen und geselligen Veranstaltungen vor. Jedoch wurde neben der Breitenarbeit auch die Leistung gefördert. Die stolze Zahl von 92 Wettkämpfern konnte 1965 beim Bezirks-Turnfest in Ferndorf einen Sieg erringen, darunter ein 1. Rang im Jahn-Sechs-Kampf durch Doris Eggert. Ihr Können an den Turngeräten zeigte die Schuljugend bei Wett­kämpfen in Hilchenbach und Allenbach. Mit Susi Czwalina und Heide Knackstedt stellte der TuS Dahlbruch die Einzelsiegerinnen.

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24. / 25.6.1966 Gauturnfest in Dahlbruch

Ermuntert durch die Ausrichtung von Bezirksturnfesten, dem 75-jährigen Vereinsjubiläum und andere größeren Veranstaltungen übernahm der TuS Dahlbruch 1966 die Durchführung des Gauturnfestes. Nach monatelangen Vorbereitungen konnte das 31. Gauturnfest am 24. Juni im Gebrüder-Busch-Theater eröffnet werden. Leider war uns das Wetter an den Festtagen nicht wohl gesinnt. Es regnete an allen Turnfesttagen oft stundenlang. Nur der Ausdauer der Turner und der Initiative des Vorstandes, die einzelnen Wettkämpfe in Ausweichturnhallen durchzuführen, war es zu verdanken, dass das Fest noch am Sonntagnachmittag bei Sonnenschein mit einem großen Festzug und Festnachmittag seinen Höhepunkt erreichen konnte. 1500 Wettkämpferinnen und Wettkämpfer bestritten ihre Übungen. Gauvorsitzender Helmut Henze sprach in seiner Schlussrede am Sonntagabend den besonderen Dank des Gaues dem TuS Dahlbruch für die gute Leitung und Organisation des Turnfestes aus. Der reibungslose Ablauf des Programms war nur dem unermüdlichen Einsatz aller Hilfskräfte zu verdanken. Einen besonderen Dank für ihre Hilfe galt der Frei­willigen Feuerwehr und dem Roten Kreuz. Es muss noch erwähnt werden, dass bei diesem Gauturnfest alle Risiken, auch die finanziellen, vom Verein allein getragen wurden.

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1967 57 Mannschaften beim Faustballturnier

Das Dahlbrucher Faustballturnier, 1967 zum 8. Male durchgeführt, erfreut sich immer größerer Beliebtheit. In diesem Jahr waren 57 Mannschaften am Start. Zu den erfolgreichen Faustballmannschaften bei den Turnspielmeisterschaften 1967 in Wiedenbrück gehörte vor allem der TuS Dahlbruch. der sowohl in der weiblichen Jugendklasse als auch in der männlichen Jugend Westfalenmeister wurde. Erstmals wurde am 9. Dezember 1967 das Heinrich-Gimpel-Alterstreffen in Dahlbruch ausgetragen.

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1968 Deutsches Turnfest in Berlin

Am 17. Februar 1968 stellten sich 37 Mannschaften zum Gerätewettkampf beim Kinderturnen des 3. Bezirkes. Der TuS Dahlbruch wurde in der B-Mannschaft 1. Sieger, beste Einzelwertung erhielt Marianne Lauterbach. Höhepunkt des Jahres 1968 war zweifellos des Deutsche Turnfest in Berlin. Unser Verein stellte insgesamt 18 Wettkämpfer(innen). Nach hartem Ringen konnte unsere Faustballjugend mit Ulrich Komma, Hermann Hackler, Friedhelm Hackler, Axel Sprenger und Rainer Tiepelmann den 2. Platz erkämpfen. Fröhliches Getümmel herrschte beim Kinderturnfest am 15. Juni in Littfeld, wo sich Klaus Martin und Ingelore Lehnhof je einen 1. Rang sichern konnten. Mit Rüdiger Schwarz stellte der TuS Dahlbruch einen 1. Siegen beim Harkort-Bergfest. Das Dahlbrucher Faustballturnier konnte die respektable Beteiligung von 75 Mannschaften melden. Die männliche und weibliche Jugend holten sich bei den Westfälischen Faustballmeisterschaften in Hagen wieder den Meistertitel. Der erste Start bei Kreiswaldlaufmeisterschaften erfolgte am 16. März in Neunkirchen. Mit drei ersten Plätzen war es ein erfolgreicher Start unserer Leicht­athleten. Diese Leistungen setzten sich auch 1969 fort. Die Veranstaltungsgemeinschaft Siegerländer Leichtathleten führte in Salchendorf bei Eis und Schnee einen Waldlauf durch, in der Klasse Schülerinnen A wurde Dorothea Zimmermann, bei den Schülern Klasse A Dietmar Koppen und bei der weiblichen Jugend B Maria Fielenbach 1. Sieger.

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1969 Angelika Bobisch Westfalenmeisterin im Trampolinturnen

Angelika Bobisch holte sich im Trampolinturnen den Titel einer Westfalenmeisterin. Maria Fielenbach wurde für ihre vier Siege in vier Waldläufen
mit dem Ehrenpreis des Landkreises Siegen ausgezeichnet.

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1969 Männliche Faustballjugend Deutscher Meister

Mit ausgezeichneten Erfolgen kehrten die Jugendfaustballer des TuS Dahlbruch von den Deutschen Turnspielmeisterschaften in Bremerhaven zurück. Die männliche Jugend des Vereins errang die Deutsche Faustball-Jugendmeisterschaft und die Dahlbrucher Mädchen wurden Vizemeister, nachdem sie sich im Endspiel nur denkbar knapp mit einem Ball Unterschied geschlagen geben mussten. Den ersten Deutschen Meistertitel holten Friedhelm Hackler, Axel Sprenger, Willi Gerhard, Udo Tiepelmann, Reiner Hirsch und Hans Hoffmann. Vize-Meister wurden Doris Wurmbach, Gudrun Einheuser, Christina Sprenger, Sigrid Hirsch und Ingrid Müller. Diese Erfolge kamen nicht von ungefähr, sondern waren das Ergebnis harter Trainingsarbeit unter Leitung von Spielwart Otto Hirsch.

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1970 Maria Fielenbach Westfälische Leichtathletik-Hallenmeisterin über 800 Meter

Maria Fielenbach startete am 25. Januar 1970 bei den Westfälischen Hallenmeisterschaften und wurde mit ausgezeichneten 2:18,4 min. über 800 m Westfälische Jugend-Hallenmeisterin. Überhaupt waren in diesem Jahr die Leichtathleten des TuS Dahlbruch sehr aktiv. In der Bestenliste des Kreises Siegen sind 14 Dahlbrucher vertreten, viele in mehreren Disziplinen, so wurden insgesamt 15 erste Plätze erreicht. In der Westfälischen Bestenliste ist der TuS Dahlbruch 13,und in der Bestenliste des Deutschen Leichtathletikverbandes 6 mal aufgeführt.

Alle Faustballmannschaften besuchten mit guten Ergebnissen zahlreiche Meisterschaften und Turniere.

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1971 Trampolin-Vergleichs- Wettkampf


Im November 1971 war der TuS Dahlbruch Ausrichter eines Trampolin-Vergleichskampfes zwischen Hellweg-Märkischem Turngau und dem Siegerland-Turngau.

Ein breit gefächertes Angebot der verschiedensten Sportarten vom Gesundheitsturnen, Mutter- und Kindturnen bis hin zum Leistungssport wird vom Verein angeboten und auch eifrig in Anspruch genommen.

Erstmals wurde 1972 im Hallenbad ein Tag des Schwimmens durchgeführt, an dem 200 Teilnehmer gezählt wurden. Zum Gillerbergfest wurden über 100 Wettkämpfer(innen) gemeldet. Alle Gruppen und Abteilungen beteiligten sich an Vereinsmeisterschaften. Die weiblich Faustball-Jugend wurde überlegen Westfalenmeister. 3 Faustball-Schüler-Mannschaften konnten aufgebaut werden.

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1973 Einweihung der Faustball-Rasenfelder, Dahlbruch wird Faustball-Regionalligist

Die wichtigste Voraussetzung für die Erfolge der Dahlbrucher Faustballer schaffte die Stadt Hilchenbach mit der Errichtung und Fertigstellung der Faustball-Rasenfelder, die im Mai 1973 in glanzvollem Rahmen offiziell übergeben wurden. Die männliche Jugend errang zum siebten Mal den Titel Westfalenmeister. Die Männermannschaft erkämpfte sich den Aufstieg in die zweithöchste Spielklasse, in die Regionalliga West, und wurde ungeschlagen Westfalenmeister.

Die Farben des TuS Dahlbruch vertraten 25 Teilnehmer vom 12. bis 17. Juni 1973 beim Deutschen Turnfest in Stuttgart. Alle wurden aufgrund ihrer Leistungen mit einer Urkunde belohnt.

Erstmals wurden 1974 vom Deutschen Turner-Bund empfohlene Volkswanderungen, die offen für alle sind, vom TuS Dahlbruch durchgeführt. Sehr beliebt sind die Gauwanderungen, an der sich die Vereinsmitglieder immer gerne beteiligten. Vor allem sind es unsere älteren Turnerinnen und Turner, die sich wiederholt gute Plätze bei dem Heinrich-Gimbel- und dem Hermann-Karl-Gedächtnistreffen sichern.

Dass Geselligkeit und Spaß im Verein nicht zu kurz kamen, dafür sorgten die Familienabende mit karnevalistischer Ausrichtung.
Bei diesen Veranstaltungen entstand das Dahlbruchlied.

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Die Mädchen der Karnevalsgarde erfreuten bei den Familienabenden in den siebziger Jahren.

Besondere Anerkennung im Vereinsleben findet das Faustballspiel dank der nimmermüden Arbeit des Spielwartes Otto Hirsch und seiner Helfer. Man kann mit Fug und Recht sagen, dass Dahlbruch eine Hochburg des Faustballspieles wurde. Es können nicht alle Turnier- und Meisterschaftssiege aufgeführt werden. Anden jährlich auszutragenden Westfalenmeisterschaften auf dem Feld und in der Halle mischen stets Dahlbrucher Faustballer mit und erkämpfen in fast jedem Jahr mindestens einen »Westfalenmeister«.
Beteiligt an diesen Wettkämpfen waren alle, Schülerinnen, Schüler, weibliche Jugend, männliche Jungen, Frauen und Männer. Über 50 mal konnten sich die Dahlbrucher Faustballer Westfalenmeister nennen. Von Flensburg bis Garmisch lagen die Austragungsorte der Turniere und Meisterschaften. Auch die Ländergruppenspiele, die zur Qualifikation an den Deutschen Meisterschaften führten, brachten viele gute Platzierungen. Der TuS Dahlbruch konnte in seiner Geschichte 4 mal den Titel »Deutscher Meister« führen.

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1975 Ausrichtung der Deutschen Hallenmeisterschaften im Jugendfaustball

Der Deutsche Turnerbund hat die vorbildlichen Leistungen des TuS Dahlbruch honoriert, denn er vergab erstmals 1975 die Ausrichtung der Deutschen Hallenfaustballmeisterschaften für die weibliche Jugend dem TuS Dahlbruch, die am 15. und 16. März 1975 in Kreuztal durchgeführt wurden.

Weitere Ausrichtungen Westfälischer - und Deutscher Meisterschaften folgten. Der Deutsche Turnerbund dankte dem Verein für die einmalig gute Ausrichtung und Betreuung der an den Meisterschaften beteiligten Gruppen mit der Verleihung der goldenen DTB-Nadel an die Turnbrüder Gerhard Gaffke, Rainer Tiepelmann und Erwin Diering.

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1976 Bundesligaaufstieg im Faustball

1976 schaffte die 1. Männermannschaft den Aufstieg in die Gruppe Nord der Faustball-Bundesliga, in die höchste Spielklasse. In diesem Jahr wurden die ersten Inter-Faustball-Turniere durchgeführt, an denen auch der TuS Dahlbruch teilnahm. Das erste dieser Turniere fand im Juli auf den Rasenfeldern in Dahlbruch statt. Bei dem Turnier in Linz, Österreich, siegten die Dahlbrucher.

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1976 Deutscher Jugendmeistertitel im Faustball

Im Jahr 1976 konnte der zweite Deutsche Meistertitel im Jugendfaustball erreicht werden, die weibliche Jugend mit den Spielerinnen Karin Knipp, Birgit Jansen, Angelika Menn, Monika und Sabine Hirsch sicherten sich diesen Titel.

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1977 Deutscher Faustball-Hallenmeister der Jugend

Im Jahr 1977 kam diese Mannschaft wieder in das Endspiel der Deutschen Meisterschaft, das jedoch mit einem Ball gegen den MTV Wangersen verloren wurde. Der Vizemeistertitel war dennoch ein beachtlicher Erfolg. Im Hallenfaustball konnte der Meistertitel jedoch verteidigt werden.

Eine weitere Bestätigung der guten Aufbauarbeit im Faustballbereich stellte die Berufung von Mittelfeldspieler Axel Sprenger in den A-Kader der Faustball-Nationalmannschaft dar.

Einen schweren Verlust erlitt der Verein durch das Ableben von Gretel Becker im Jahr 1977. Sie hatte sich als Übungsleiterin im Verein und auch als Gaufachwartin bleibende Verdienste erworben. Das Seniorentreffen (siehe Bild) im Jahr 1976 wurde u.a. auch auf ihre Initiative durchgeführt.

 

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Doch nicht alles verlief immer wunschgemäß, wie man aus den Berichten lesen kann. Immer wieder mussten sich Vorstand, Turnausschuss und Mit­glieder mit Hindernissen und Schwierigkeiten auseinandersetzen. Übungs­stunden sollten ausreichend und den Abteilungen gerecht angesetzt wer­den. Übungsleiter und Helfer mussten zur Verfügung stehen. Um keinen Verein im Verein entstehen zu lassen, wurden gemeinschaftliche Veran­staltungen wie Wanderungen, Familienabende, Vereinsmeisterschaften, Weihnachtsfeiern usw. durchgeführt.

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1976-1977 Spielmannszug und Leichtathletikabteilung aufgelöst

Bitter war es für den Verein, dass der bis dahin so bedeutende und erfolgreiche Spielmannszug keine geeigneten Ausbilder für den Nachwuchs fand und somit die Grundlage seines Lebens verlor. Die leistungsstarke Leichtathletikabteilung, die beachtliche Erfolge verbuchen konnte, zerfiel und musste im Jahr 1976 ebenfalls aufgelöst werden. Die Vorstandsarbeit wurde erschwert, weil einige wichtige Positionen nicht besetzt werden konnten. So fand man bei der Hauptversammlung im Jahre 1977 für die bedeutungsvollen Ämter des Oberturnwartes und des 2. Vorsitzenden keine Bewerber.

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1978 Neuer Vorstand

Ein neuer Abschnitt in der Vereinsgeschichte begann mit der Wahl eines stark veränderten Vorstandes im Januar 1978 mit dem 1. Vorsitzenden Friedrich Küppersbusch an der Spitze. Dank entsprechender Vorbereitung konnten alle Ämter besetzt werden, sodass mit kontinuierlicher Arbeit das Vereinsleben neu belebt wurde. Das jährliche Veranstaltungsprogramm wurde erweitert, Dahlbrucher Turnfrauen gestalteten das Maifest der Feuerwehr durch tänzerische Vorführungen mit, erstmals wurde ein Herbstfest als gesellige Veranstaltung eingeplant und in der Vereinsturnhalle in Musen durchgeführt.

Sportliche Erfolge wurden hauptsächlich in der Faustballabteilung errungen. Die 1. Mannschaft gehörte der Faustball-Bundesliga an und nahm an Deutschen Meisterschaften teil. So konnte bei den Deutschen Hallen-Faustball-Meisterschaften im März 1978 in Calw ein 8. Platz erreicht werden.

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1978 Faustballschülerinnen werden Deutscher Vizemeister

Die gute Nachwuchsarbeit im Faustball brachte den Schülerinnen den Titel eines Deutsche Hallenvizemeisters ein. Im August 1978 kam die Deutsche Nationalmannschaft der Faustballer zu einem Trainingslager nach Dahlbruch, um sich auf die Europameisterschaften vorzubereiten.

Im Jahr 1979 wurde der TuS Dahlbruch 90 Jahre alt. Obwohl es sich um kein »echtes« Jubiläum handelte, wurde am 8. Dezember 1979 ein Festakt mit Bilderausstellung im Gebrüder-Busch-Theater durchgeführt.

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1979  90 Jahre TuS Dahlbruch

Festprogramm 90 Jahre TuS Dahlbruch

90 Jahre TUS Dahlbruch
Fest-Veranstaltung am 8. Dezember 1979
im Gebrüder-Busch-Theater Hilchenbach - Dahlbruch

14.00 Uhr Eröffnung der Fotoausstellung „90 Jahre TUS Dahlbruch"

15.00 Uhr Festkommers unter Mitwirkung des MGV Dahlbruch und MGV „St. Augustinus" Dahlbruch

- Begrüßung

- Liedvortrag

- Grußworte

- Ansprache des 1. Vorsitzenden

- Liedvortrag

- Ehrungen durch den Turngau und den Verein

- Liedvortrag

- Pause -

- Die Abteilungen des TUS Dahlbruch stellen sich vor

Bei den Ehrungen wurde Faustballabteilungsleiter Otto Hirsch mit der Ehrenplakette des Westfälischen Turnerbundes ausgezeichnet, während
Übungsleiter Georg Fröhlich die Gauehrenplakette in Empfang nehmen konnte.

Im Mai 1979 wurde im Rahmen des Jubiläumsjahres nach längerer Pause wieder ein Faustballturnier mit deutschen Spitzenmannschaften durchgeführt. Wegen Schneefalles musste ein Teil der Spiele vom Feld in die Halle verlegt werden. Das Endspiel gewann die Mannschaft von Westfalia Hamm gegen die Offenbacher FG, beide Mannschaften standen sich bereits in diesem Jahr im Endspiel um die Deutsche Hallenmeisterschaft gegenüber.

Weiter sind die Teilnahme des Vereins mit einem Festwagen am Umzug »900 Jahre Müsen« und ein Jugendzeltlager auf der Wigrow im August 1979 zu erwähnen.

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1979 weibliche Jugend Deutscher Vizemeister im Hallenfaustball, Wiedergründung der Leichtathletikabteilung

Abgerundet wurde das Jubiläumsjahr durch den Gewinn der Deutschen Vizemeisterschaft der weiblichen Jugend im Hallenfaustball.

Im Januar 1980 übernahm der ehemalige Hilchenbacher Bürgermeister Heinz Heudorf das Amt des 1. Vorsitzenden. Die 1979 wiedergegründete Leichtathletikabteilung zeigte Fortschritte, bei dem Bezirksturnfest im Juni 1980 in Buschhütten konnten im leichtathletischen Dreikampf Thomas Richter bei der Jugend einen 3. Platz und Gerda Dickel und Willi Wisser bei den Senioren jeweils einen 2. Platz erreichen.

Die Faustballabteilung konnte wieder einige Titel erringen. Die Schülerinnen unter Trainer Günter Müller konnten den Titel eines Westdeutschen Meisters im August 1980 erreichen, der bei den Deutschen Meisterschaften in Karlsruhe mit einem 4. Platz bestätigt wurde. Die 1. Männermannschaft spielte erfolgreich in der Feld-Bundesliga, in der Hallen-Bundesliga konnte der Abstieg nicht vermieden werden. Gründe dafür lagen sicherlich auch an dem Fehlen einer Großsporthalle in Hilchenbach, die für den Hallenfaustball benötigt wird.

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Die Männer-Bundesligamannschaft in der Saison 1979/1980
von links: Abteilungsleiter Otto Hirsch, Friedhelm Hackler, Rainer Tiepelmann, Axel Sprenger, Klaus Galinski
knieend: Gerd Sprenger, Hartmut Brombach, Peter Müller

Nach dem Verabschieden einer Ehrenordnung 1979 wurde 1980 zur Aktivierung der Jugendarbeit eine Jugendordnung von der Hauptversammlung beschlossen. An Veranstaltungen sind der Familienabend, ein Kinderzeltlager und im November 1980 ein Seniorentreffen zu nennen.

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1981 Neue Vereinssatzung

Bei der Hauptversammlung im Januar 1981 wurde die vom 1. Geschäftsführer Elmar Erben überarbeitete neue Vereinssatzung einstimmig beschlossen. Die Raumnot konnte durch Einrichten eines eigenen Geräte­raumes in der Turnhalle, der in Eigenleistung gebaut wurde, teilweise gemildert werden. Die im Jahr 1978 erstmals herausgegebene Vereinszeitung, die Sportnotizen, erschienen im Jahr 1981 mit drei Ausgaben.

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1981 Faustballer aus Argentinien zu Besuch

Internationaler Besuch weilte im Juli 1981 in Dahlbruch, denn die weibliche Jugend des argentinischen Vereins Los Polvorinos Buenos Aires - identisch mit der Nationalmannschaft - nahm während ihrer Deutschlandtour am Dahlbrucher Faustballturnierteil.

Die Trampolinturner ließen durch ihre Erfolge aufhorchen, Anette Schleisiek und Heidi Knipp konnten bei dem Gauturnfest im Juli 1981 in Niederscheiden den 1. und 2. Platz bei den Schülerinnen erreichen. In der Faustballabteilung wurden die Erfolge durch den Abstieg der 1. Männermannschaft aus der Bundesliga getrübt.

Die Kinderzeltlager erfreuten sich großer Beliebtheit. Auch 1981 wurde ein solches auf der Wigrow im Juni durchgeführt.

 

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Helferteam beim Zeltlager 1981

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20. und 21. März 1981 Ausrichtung Deutsche Meisterschaften der Schülerinnen

Herausragendes Ereignis des Jahres 1982 war die Ausrichtung der Deutschen Meisterschaften im Hallenfaustball der Schülerinnen in der Kreuztaler Sporthalle am 20. und 21. März. Deutscher Meister wurden die Mädchen des Ahlhorner SV, die im Endspiel die Mannschaft des MTV Wangersen besiegten. Am Umzug zur 100-Jahrfeier des TuS Musen beteiligte sich der Verein mit allen Abteilungen.

Das Inventar des Vereins konnte durch die Beschaffung eines neuen VW-Busses erheblich erweitert werden.

Im Dezember wurde erstmalig nach dem Beschluss einer Jugendordnung eine Vereinsjugendversammlung einberufen.

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1983 Übungsstunde für Jazztanz eingerichtet

Im Jahr 1983 wurde unter der Leitung von Sportlehrerin Petra Bahr erstmalig eine Übungsstunde für Jazztanz eingerichtet.
Die Leichtathletikabteilung unter den neuen Übungsleiter Bernd Fuhrmann konnte bei dem Gillerbergfest am 12.6.1983 mit der 4 x 100-m-Staffel
der männlichen Jugend einen 1. Platz erreichen.

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1983 Deutsches Turnfest in Frankfurt

20 Turnerinnen und Turner nahmen am Deutschen Turnfest in Frankfurt vom 26.6. bis 3.7.1983 teil. Beachtliche Platzierungen erreichten auch die Jugendturnerinnen der Trampolinabteilung unter den Übungsleiterinnen Heidi Höchst und Karin Irle. Aus dem Faustballbereich ist die Meisterschaft und der damit verbundene Wiederaufstieg der Männermannschaft in die Regionalliga zu erwähnen.

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1983 Hallenbenutzungsgebühren in Hilchenbach

Die finanzielle Lage des Vereins verschlechterte sich durch den Beschluss des Stadtrates, künftig Hallenbenutzungsgebühren zu erheben.

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1984 Bau einer Doppelgarage

Im Jahr 1984 stand eine Baumaßnahme, die Planung und Errichtung einer Doppelgarage am Parkplatz bei den Faustballfeldern im Vordergrund. Die Arbeit leistete ein Bauausschuss, die praktische Bauausführung wurde von Kurt Menzel geleitet. Im Dezember konnte die Garage zur Unterbringung des Vereinsbusses und zur Gerätelagerung in Betrieb genommen werden.

Die Vereinsjugend unter Leitung von Jugendwart Jörg Pietschmann nahm einen erheblichen Aufschwung, der sich auch in einer eigenen Jugendzeitung, dem Vereinsblitz, niederschlug.

Am 20. Dahlbrucher Faustballturnier nahm auch eine Mannschaft aus Linz in Österreich teil. Die Frauenmannschaft wurde Westfälischer Hallenfaustballmeister. Bei dem Gillerbergfest erreichte Claudia Ragheb im Jahnwettkampf der weiblichen Jugend einen 1. Platz, während Gertrud Wisser bei den Mehrkämpfen der Turnerinnen VII einen 3. Platz erreichte. Bei dem Bezirksturnfest am 3.7.1984 belegten Trampolinturnerinnen vordere Platzierungen.

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1985 Brasilianische Faustball-Nationalmannschaft in Dahlbruch

Bei der Hauptversammlung 1985 übernahm Elmar Erben des Amt des 1. Vorsitzenden, sein Vorgänger Heinz Heudorf wird zum Ehrenmitglied ernannt.

Neben den traditionellen Veranstaltungen wurden am 12 und 19.1.1985 Skiwanderungen, am 27.4. die Eröffnung des Trimm-Trab in Zusammenarbeit mit der AOK Siegerland und neben dem bereits im letzten Jahr durchgeführten Jugendzeltlager auf dem Burgseifen in Helberhausen auch ein Kinderzeltlager absolviert. Leider wurde das Zeltlager durch ein schweres Unwetter am 26.7.1985 unterbrochen.

Höhepunkt des Jahres war das Faustballturnier am 17. und 18.8.1985, das durch den Besuch der brasilianischen Nationalmannschaft der Männer, die auf ihrer Deutschlandtour in Dahlbruch Station machte, einen besonderen Rahmen erhielt.

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1985 Landesturnfest in Warendorf

Bei dem Gillerbergfest am 1. und 2.6.1986 erreichten Christel Brauckmann einen 1. und Stefan Utsch einen 2. Platz im Dreikampf, während Willi Wisser hier einen 3. Platz belegte. Besonders gut vertreten war der Verein bei dem Jedermannwettkampf.

Erstmals seit 1969 wurde vom Verein wieder eine Gauveranstaltung ausgerichtet. Am 16.11.1985 trafen sich in Turnhalle und Hallengaststätte die Vereinsleitungen aller Gauvereine zu einer Tagung.

Bei dem Landesturnfest vom 14. bis 17.6.1985 wurde der Verein durch eine Abordnung von über 30 Teilnehmern unter Leitung von Oberturnwart Karl-Friedrich Fuhrmann repräsentiert. Als Erfolg sind der 1. Platz der weiblichen Faustballjugend und der 2. Platz im Trampolinturnen von Heidi Knipp bei der weiblichen Jugend B zu nennen.

Am 18.11.1985 vollendete Otto Hirsch, immer noch als Trainer und Abteilungsleiter Faustball aktiv, sein 65. Lebensjahr und wurde mit einem Geschenk ausgezeichnet.

Die Geräteausstattung konnte durch den Kauf eines neuen Wettkampftrampolins verbessert werden.

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1986 Jugendzeltlager in Frankreich

Die Vereinsjugend unter der Leitung von Bernd Fuhrmann entwickelte 1986 viele Aktivitäten. Neben der Mitgestaltung des Osterferienprogrammes des Stadtjugendpflegers wurde erstmalig ein Auslandszeltlager in Hourtin/Plage in Frankreich vom 15. bis 30.8.1986 mit 27 Jugendlichen und Erwachsenen durchgeführt, das für alle ein Erlebnis war.
Auf Vereinsebene wurde das Ballspielturnier um Prellball, Völkerball und Hallenhockey erweitert. Auch Volleyball gehört jetzt mit zum Vereinsangebot.
Am Gauturnfest vom 20. bis 22.6.1986 in Olpe nahmen 42 Vereinsmitglieder teil. Erwähnenswert ist der 1. Platz der männlichen Jugend bei dem Volleyballturnier, der gegen starke Konkurrenz errungen wurde.
Ein Kinderzeltlager wurde im Juli 1986 wieder auf dem Burgseifen bei Helberhausen durchgeführt.
Aus der Faustballabteilung ist die Westfalenmeisterschaft der weiblichen Jugend, die am 15.6.1986 in Kreuztal erreicht wurde, zu erwähnen.
Im Hinblick auf das hundertjährige Jubiläum des Vereins im Jahr 1989 wurde eine Festausschuß gebildet, der im Dezember 1986 seine erste Sitzung abhielt.
Bei der Sportlerehrung der Stadt Hilchenbach wurde die 1. Frauenmannschaft im Faustball, die Trampolinturnerinnen Heidi Knipp und Anette Schleisiek sowie Abteilungsleiter Otto Hirsch geehrt.

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1987 Weibliche Jugend Deutscher Meister

Das Jahr 1987 war ein ebenso erfolgreiches wie ereignisreiches Jahr für den Verein.

Zunächst ist der überraschende Erfolg der Mannschaft der weiblichen Faustballjugend zu nennen, die bei den Deutschen Meisterschaften am 23.3.1987 in Aschaffenburg den Meistertitel im Endspiel gegen die TKD Duisburg mit 20:18 erringen konnte. Noch am selben Abend wurde in der Hallengaststätte eine Siegesfeier organisiert und die Mannschaft empfangen.

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1987 65 Teilnehmer beim Deutschen Turnfest in Berlin

Umfangreiche Vorbereitungen waren notwendig, um mit 65 Turnerinnen und Turnern am Deutschen Turnfest vom 31.5. bis 7.6.1987 in Berlin teilzunehmen. Für die überwiegend jugendlichen Teilnehmer war es der erste Besuch eines Deutschen Turnfestes und damit ein beeindruckendes Erlebnis. Auch sportlich gesehen war es ein voller Erfolg. Heidi Knipp erreichte im Trampolinturnen den 3. Platz unter 193 Teilnehmerinnen, und Christel Braukmann beim Wahlwettkampf unter 248 Teilnehmerinnen Platz 4. Gute Plazierungen erreichten auch die 2 Faustball- und Volleyballmannschaften. Karl-Friedrich Fuhrmann und Elmar Erben erfüllten die Bedingungen des Goldenen Sportabzeichens. Ernst Rücker war mit 68 Jahren der älteste Teilnehmer.

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1987 Weibliche Jugend Deutscher Meister im Hallenfaustball

Weitere sportliche Erfolge waren die Westfalenmeistertitel der Männer und der männlichen Jugend im Feldfaustball. Unsere Leichtathleten gewannen beim Gillerbergfest den »Fritz-Schneider-Gedächtnisschild«. Einzelsieger wurden Stefan Utsch, Kurt Menzel und Thomas Klein.

Erwähnenswert ist aus diesem Jahr noch der Aktivabend, der am 17.11. in der Allenbacher Turnhalle durchgeführt wurde. Erstmals wurden hier auch die Sportlerehrungen vorgenommen.

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1987 Rosi Hermann Sportlerin des Jahres der Stadt Hilchenbach

Bei der Sportlerehrung der Stadt Hil-chenbach konnte Rosi Hermann den Titel einer Sportlerin des Jahres unserer Stadt erreichen, weil sie den 1. Platz bei den Westfälischen Jahrgangsmeisterschaften im Trampolinturnen errang.

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1988 75 Jahre Faustball in Dahlbruch

Aus dem Jahr 1988 sind zwei Dinge zu erwähnen. Die Faustballabteilung, im Jahr 1913 gegründet, konnte auf ihr 75-jähriges Bestehen zurückblicken. Aus diesem Anlaß wurde im August ein Faustballturnier ausgeschrieben, das am 1. Tag ein Männer-ll-Turnier und am 2. Tag ein Frauen- und Männer-l-Turnier vorsah. Am ersten Tag nahmen 10 Mannschaften teil, gewonnen wurde das Turnier vom TV Milspe. Bei dem Männer-l-Turnier siegte die bundesligaerfahrene Mannschaft des TV Osberghausen gegen den TuS Dahibruch im Endspiel, während bei den Frauen unsere Mannschaft den 1. Platz erreichen konnte.

Erhebliche Arbeit wurde zur Vorbereitung des 100-jährigen Jubiläums geleistet. Das Organisationskommitee mit Elmar Erben, Karl-Friedrich Fuhrmann und Gerhard Gaffke sowie die Mitglieder des Festausschusses und der Arbeitsgruppen trafen sich zu vielen Besprechungen, verhandelten mit beteiligten Personen und Vereinen und trafen Vorbereitungsmaßnahmen. So konnte der Veranstaltungsplan bereits Ende des III. Quartals 1988 verbindlich festgelegt werden. Auch die Arbeiten des Festbuches wurden Ende Oktober abgeschlossen.

 

Frauenabteilung l bei dem Umzug am 11.9.88 in Kreuztal anlässlich der 100 Jahre der drei Vereine Eichen, Kreuztal und Ferndorf

In der Faustballabteilung konnten dank der guten Trainingsarbeit von Friedhelm Hackler und Gerhard Menn erste Erfolge bei den Westfalenmeisterschaften der Schüler und der männlichen Jugend vermerkt werden. Der krankheitsbedingte Ausfall von Abteilungsleiter Otto Hirsch wurde durch die Trainer und weiteren Helfern aufgefangen.

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1988 1. Plätze bei Sportlerehrung der Stadt Hilchenbach

Bei der Sportlerehrung der Stadt Hilchenbach wurde die Mannschaft der weiblichen Jugend auch Mannschaft des Jahres. Auch der Titel einer Sportlerin des Jahres ging an die Trampolinturnerin Heidi Knipp vom TuS Dahlbruch.

An der Schwelle zu seinem 100. Lebensjahr geht der Verein mit Elan und vielen Erwartungen diesem großen Ereignis entgegen. Aber auch ein gewisser Stolz über das in 99 Jahren von vielen Beteiligten Geleistete gibt eine große Befriedigung und Zuversicht.

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Dahlbruchlied

Melodie: Es gibt Millionen von Sternen

1. Strophe

Es gibt - auf der Welt viele Städte, es gibt manche fiese, manch' nette, und es gibt hier im Nordsiegerland einen Ort, der ist weltweit bekannt.

Es gibt dort ein Dreidorf, Hillnhütten, sechs Kneipen,

um sich zu beschulten.

Und wir sind heute und allezeit

diesen Ort zu besingen bereit.

Refrain

Ja, das ist Dahlbruch,

Perle vom Luftkurort Hilchenbach,

ringsherum bergumkränzt

und in der Mitte flach.

Ja, das ist Dahlbruch,

stilles Idyll an der Rothenbach,

denk ich an Dahlbruch,

dann werd' ich schwach.

2. Strophe

Es gibt in jedem Ort einen Knüller, hier bei uns gibt es den Hogenmüller. Und der Miederkauf schlägt niemals fehl: Unser Höschenberater heißt Mehl.

Es gibt fern in Hamburg den Freddy, doch bei uns da gibt es Nöhs Teddy. Wir »ham» gar einen Buschintendant, der ist weit bis nach »Burbach« bekannt.

Refrain

Ja, das ist Dahlbruch...

3. Strophe

Es gibt wintertags manchen Schneemann, und es gibt einen Elch namens Lehmann. Hat mal irgendein Mensch ein Wehweh, gibt es Hoffmann, gibt Wes'ner, Drouve.

Es gibt im Café Eis und Torte, und es gibt ein paar Metzger am Orte. Wenn Ihr Fleisch gerne ideal kauft, hin zu Katz, Braukmann, Kilian lauft.

Refrain

Ja, das ist Dahlbruch...

4. Strophe

Es gibt überragende Männer,

Frauenhaar fö(h)nwellt Bechtels Josthenner,

Felix Fischer spielt in einer Tour

nur »Vom Winde verweht« und »Ben Hur«.

Es gibt Wüllner, den Dorfpolizisten, Deutschland führenden Kriminalisten, vor'm Theater, dort wo man sonst parkt, gibt es samstags den Großwochenmarkt.

Refrain

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